Schifffahrt im Italien-Lexikon

Dass Italien am Meer liegt kommt dem Land gleich in doppelter Hinsicht zu Gute. Erstens kommen jedes Jahr Millionen von Menschen aus aller Welt und machen Urlaub in Bella Italia, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen und sich im Meer abzukühlen. Aber das ist noch lange nicht alles was das Meer an Vorteilen für Italien bringt. Auch die Schifffahrt blüht hier wie kaum in einem anderen Land. In alle Welt werden Produkte aus Italien geliefert. Zu den beliebtesten Exportwaren zählen neben den Modeprodukten wie Schuhen oder Kleidung, die vorwiegend aus Mailand stammen, natürlich in erster Linie Stahl- oder Eisenerzeugnisse aus Norditalien. Auch Marmor aus Carrara wird in alle möglichen Länder verschifft und dort weiterverarbeitet. Die Schifffahrt hat in Italien schon eine lange Tradition. Schon nach dem ersten Weltkrieg wurden wichtige Reederein, die zunächst in österreichischer oder ungarischer Hand waren, von Italien aus verwaltet und schließlich auch übernommen. Anschließend bauten Reeder die Schifffahrtsgesellschaften immer weiter aus, es wurden zudem neue Schiffe gefertigt, die noch größer waren als ihre Vorgänger und mehr transportieren konnten. Während der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929 bis 1931 wurde bekam die Schifffahrt einen kleinen Dämpfer, der bekannteste italienische Reeder Lloyd Triestino wurde angewiesen, die Gesellschaften „Marittima Italiana“ und die „Sitmar“ auch noch zu übernehmen. Ein Jahr später lösten sich viele Reedereien dann jedoch auf, um gemeinsame Gesellschaften zu gründen. Lloyd durfte dadurch zwar keine Schiffe mehr in den nahen Osten und das schwarze Meer schicken, dafür bekam er neue Gebiete wie Asien, Australien und Afrika hinzu.

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Text (c) 2017: C. H.

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